© 2017 by Lydia Daher

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Nur 100 Stück. Limitiert und nummeriert.

 

Zusammen mit dem Klangkunstkollektiv SCHNITT schuf Lydia Daher eine interaktive Live-Performance für das Rahmenprogramm der ersten öffentlichen Ausstellung ihrer Text-Bild-Collagen im Kunstverein Augsburg. Geräusche, Harmonien und Zeilen aus ihrem Collagen-Band »Und auch nun, gegenüber dem Ganzen - dies« wurden am 28.03.2014 vor anwesendem Publikum live improvisiert und von Moritz Illner nach dem Loop-Prinzip mit einer Schallplatten-Schneidemaschine in Vinyl gefräst. Dabei zerlegte Daher das Wortmaterial ihrer aus Literaturkritiken geschnitten und zusammengesetzten Poeme weiter und trug daraus Mosaike vor, die sich mit dem Soundteppich der beiden Musiker Markus Christ und Florian Meya verbanden und so zu einer neuen Einheit formierten. Die dabei auf Vinyl entstandenen Kurzmitschnitte fossen, von einem Plattenspieler abgespielt, als
zusätzliche Tonspur in den Aufführungsprozess mit ein. Hierin unterstützte er – quasi als weiterer Musiker – die fortlaufenden Aktionen der Gruppe, die ca. vierzig Minuten lang unter Berücksichtigung nur weniger Vorgaben miteinander interagierte und wie nebenbei einen ganzen Produktionsablauf (spielen, aufnehmen, vervielfältigen) en miniature plastisch darstellten. Vier ca. zehnminütige musikalische Sätze mit vorher festgelegter Instrumentierung (E-Gitarren, Bass, Trompete, Effektgeräte, Drums) bildeten den Rahmen der Aufführung. Und boten schlussendlich die akustische Grundlage das Hörstück »Alles kann«, welches nachträglich unter professionellen Bedingungen in einem Tonstudio erarbeitet wurde. Dabei ging das Kollektiv der Frage nach, inwieweit sich die Energie einer Live-Performance mit der wohlbedachten Montage im Studio miteinander verbinden lässt, besten Benjaminschen Sinne auch die Wirkungsstrategien von Aura und Authentizität hinterfragend: Lässt sich die Magie des Augenblicks auf während der Show entstandenen (kopierbaren) Schallplatten festhalten? Ist die Aura dieser Performance reproduzierbar und für professionelle und überlegte Studioarbeit nutzbar? Und wenn nicht: Wieso ist dann die Vervielfältigung eines kurzen, intensiven Moments gerade die (technische) Vorraussetzung für das Gelingen der Live-Performance? Eine finale Antwort können und wollen weder die Live-Auftritte des Kollektivs noch die fertige Hörspiel-Produktion geben. Höchstens eine (nicht immer leise) Ahnung davon, weshalb diese Diskurse – idealistisch gedeutet – dereinst angestoßen wurden: aus Liebe zu Musik und Wort als originäre Kunstformen.

ALLES KANN (10'' Vinyl)

€35.00Preis
  • "Suchen und Finden, Sound und Fragment, Text und Fusion - es ist ein Spiel mit dem akustischen Augenblick, aber auch das Sich-Verlieren in der Musik.  (…) ein ungewöhnliches Experiment auf die Bühne: ein Kreisen um
    Authentizität, ein Hinterfragen von Reproduzierbarkeit. In der 45-minütigen Text- und Sound-Performance werden Klang und Wort dann in Echtzeit
    als kurze Samples auf Vinyl gebannt und vom Plattenspieler als Loop direkt wieder in das Live-Geschehen eingespielt, hinein in die Noise-Eskapaden von Markus Christ an E-Gitarre und Free-Jazz-Trompete - geerdet durch die Harmonien von Florian Meya an Gitarre, Bass und Posaune.

     

    Die Sound-Performance von Lydia Daher und der Klanggruppe SCHNITT ist eine Art Geisterbeschwörung. Die Vinyl-Schnitt-Maschine wird dabei zum archaischen Sinnbild für die totgeglaubte Musikindustrie und feiert eine Wiederauferstehung als Instrument.“

    Andi Hörmann, Deutschlandfunk

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